Welcher Chaos-Typ bist du? Diese Verhaltensmuster verursachen Unordnung

Ordnung

Unordnung Zuhause

​Es ist immer das Gleiche: kaum hast du aufgeräum, sieht es wieder aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Du kannst tun was du willst, du kommst einfach nicht gegen Chaos und Unordnung im Haushalt an. Finde heraus, wo die eigentliche Ursache des Problems liegt: in deinen eingefahrenen Denkens- und Verhaltenmustern. Lerne sie kennen und überwinde sie.

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​Schau dir mal diese Beschreibungen typischer "Chaos-Persönlichkeiten" an. Erkennst du dich in der ein oder anderen wieder?


​Shopping aus Leidenschaft

​Shopping ist dein liebstes Hobby. Obwohl du bereits alles besitzt, was du brauchst (brauchst, nicht willst), shoppst du fröhlich weiter und kaufst mehr Zeugs für dich, für deine Kinder und fürs Zuhause. Könnte es sein, dass du damit einen inneren Schmerz zu betäuben​ oder eine innere Leere zu füllen versuchst? Das Problem ist, dass ungezügeltes Kaufen auf Dauer nicht glücklich macht und das Problem der Unordnung im Haushalt nur verstärkt. 

Die Lösung ist einfach (allerdings nicht immer einfach umzusetzen): Hör auf unnötige Dinge zu kaufen! Mache dir mal bewusst, in welchen Situationen du den Drang hast shoppen zu gehen, bzw. online zu shoppen. Probiere doch mal aus, ob es nicht besser ist, in so einem Moment eine Freundin anzurufen und sie zum Kaffee einzuladen. Oder du machst mit deiner Familie einen Ausflug in den Park, den Zoo oder zum Wandern.

​Auf lange Sicht, wird es dich zufriedener machen, dein Geld für Erlebnisse auszugeben, anstatt für materielle Besitztümer.  Wobei ​viele der schönsten Erlebnisse kostenlos sind. Umso besser!


​Hamstern für schlechte zeiten

​"Wer weiß, für was ich das Ding nochmal brauchen kann?" Tendierst du dazu vieles zu horten? Von Plastiktüten über alte Kleidung bis zu defekten Elektogeräten sammelst du allen möglichen Kram, weil er sich später doch noch einmal als nützlich erweisen könnte. Die tiefere Ursache für dieses Verhalten liegt oftmals in einer starken inneren Unsicherheit. Die Angst vor eventuell auftretendem Mangel und Not sorgt dafür, dass du nichts abgeben oder wegwerfen willst, auch wenn es objektiv betrachtet nutzlos, kaputt oder wertlos ist. 

Erinnere dich daran, dass wir das Glück haben in einer Gesellschaft zu leben, in der Resourcen immer und überall verfügbar sind und wir jeden erdenklichen Gegenstand für Haus und Hof problemlos und günstig erwerben können. Wenn nicht neu, dann garantiert Second Hand. Hab Vertrauen und finde den Mut, dich von unnötigem Ballast zu trennen und dich von deinem Gerümpel zu befreien!


​erinnerungen stecken überall

​Kinderkleidung, denen deine Kinder bereits seit Jahren entwachsen sind, Glückwunschkarten zu deinem 12. Geburtstag, Schulhefte aus deiner Grundschulzeit. Das alles und noch viel mehr löst bei dir sentimentale Gefühle aus. Darum verwahrst du es wie einen Schatz (wenn du auch nicht so genau weißt, in welchem der 50 Kartons auf dem Dachboden sich was genau befindet). 


Überleg doch mal: hängt dein Herz wirklich an den x Papierschnipseln, die dein Kind aus dem Kindergarten angeschleppt hat, oder hängst du an den Erinnerungen an die Zeit, zu der dein Kind noch so klein war? In der Regel wird wohl Letzteres der Fall sein. Wichtig sind dir die Erinnerungen und Erlebnisse, die hinter dem Gegenstand stecken, nicht der Gegenstand selbst. Wenn du den Gegenstand weggibst, bedeutet das nicht, dass dir der Mensch mit dem du ihn verbindest nichts wert ist und du die Erinnerung aufgibst. Stell dir vor, du müsstest jedes einzelne Ding aufbewahren, das in irgendeiner Form mit einem geliebten Menschen oder einer tollen Zeit zusammenhängt. Du würdest in der Flut der Dinge ersticken.

Wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig.

Lerne, dich zu beschränken und nur die wichtigsten Sachen aufzuheben. Anstatt alles in Kisten zu stecken, die dann jahrelang ihr Dasein im Keller oder auf dem Dachboden fristen, versuche sie in dein tägliches Leben zu integireren. Mache Fotos von Erinnerungsstücken und erstelle daraus eine schöne Collage, die du als Schmuckstück an die Wand hängen kannst. Schreibe schöne Geschichten und Anekdoten auf und lies sie deinen Kindern vor. ​

Die wichtigsten Erinnerungen trägst du immer bei dir, in deinem Herzen. Niemand kann sie dir jemals nehmen. Belaste dich nicht mit einem Berg an vermeintlich wichtigen Dingen.


​heute nicht, das mach ich morgen

​Du legst oft Sachen beiseite und lässt sie dann liegen und bist gut darin, einfach über die zu erledigenden Dinge hinwegzusehen. Anstatt gleich abzuspülen, oder die Spülmaschine zu befüllen, stellst du das Geschirr erst mal in die Spüle. Es passiert dir häufiger, dass du gewaschene Wäsche erst wieder in der Maschine entdeckst, wenn du erneut waschen willst und schaust einfach woanders hin, wenn sich in der Ecke die Wollmäuse tummeln. 

​Du hast schneller eine Ausrede als eine Maus ein Loch, wenn es ums Aufräumen, Putzen oder sonstige anstehende Erledigungen geht. Hier findest du typische Ausreden, und Anregungen, deine Aufschieberitis zu überwinden.

​Morgen wird es dir leider auch nicht leichter fallen, die Dinge zu erledigen, als heute. Jede Entscheidung, die du aufschiebst, schleppst du weiter mit dir herum. Aktiv werden heißt das Zauberwort. Ausreden als solche entlarfen und nicht gelten lassen, sondern sofort anfangen. Wenn der erste Schritt gemacht ist, läuft es gleich viel leichter.


​unrealistischer perfektionismus

​"Wenn ich es mache, dann richtig. Sonst lasse ich es lieber bleiben. " Du möchtest gerne organisiert sein, fängst aber nicht an, weil du Sorge hast, es nicht perfekt zu machen. Für dich gibt es nur alles oder nichts. Mittelmaß geht ja wohl gar nicht. Du hast hohe Erwartungen an dich selbst und deine Umgebung. Leider sind diese oft nicht realistisch. Wenn du jahrelang Sachen in deinem Keller gestapelt hast, kannst du ihn unmöglich an einem Tag komplett ausmisten und neu organisieren. 

Chaos im Haushalt mit Kindern


Es ist nicht einfach, als Perfektionist in dieser unperfekten Welt zu leben. Lerne, dir die nötige Zeit zu lassen und einfach mal anzufangen. Auch, wenn du noch nicht die perfekten Aufbewahrungsboxen und farblich passenden Etiketten gefunden hast.

Denke an die 20-80-Regel! Mit 20% des Aufwands erreichst du 80% des Ergebnisses. Für die übrigen 20% des Problems musst du 80% deiner Energie aufwenden.


​ich kann das einfach nicht

​"Ich bin einfach von Natur aus unordentlich. Da kann man nichts machen" "Ich habe einfach nicht die Zeit, mich darum zu kümmern. Hast du mal in meinen Kalender gechaut?" "Mit kleinen Kindern und einem Mann, der nicht mitmacht, kann das ja gar nichts werden."


Kommt dir die eine oder andere Aussage bekannt vor? Wenn du dir permanent sagst, dass du etwas nicht kannst, dann wirst du es tatsächlich nie können. Mache dir bewusst, dass du dich damit selbst ausbremst. Übernimm die volle Verantwortung für dein Handeln , Um besser organisiert zu sein und Ordnung im Haushalt zu schaffen, musst du dich zuerst mal dafür entscheiden.

So hart es klingt.: wenn du nicht bereit bist, etwas zu ändern, darfst du dich auch nicht beschweren. Natürlich lebt jeder von uns in unterschiedlichen ​Umständen und diese sind machmal alles andere als perfekt. Aber wenn du etwas wirklich willst, dann wirst du es auch schaffen. Nicht von heute auf morgen, aber nach und nach und Stück für Stück und Schritt für Schritt. Glaube an dich!


​Welcher Chaos-Typ bist du?

​Na, hast du dich in der einen oder anderen Beschreibung wiedererkannt? Welcher Chaos-Typ bist du? Vielleicht eine Mischung aus mehreren Typen? Jetzt, wo du ​deine negativen Denkens- und Verhaltensmuster kennst, kannst du den ersten Schritt tun, sie zu verändern und den Kampf gegen das Chaos aufnehmen. 😉

Liebe Grüße,

Nicole

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