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Der Weihnachtsbaum – wie Du verhinderst, dass er zur nadelnden Nervensäge wird

Ordnung

Wirft Dein Baum auch jedes Jahr schon vor dem Fest die Nadeln ab? Bis Dreikönig hat er noch nie durchgehalten? Mit diesen Tipps bleibt Dein Weihnachtsbaum dieses Jahr länger frisch denn jeh und wird ein echtes Schmuckstück:

 

Wann soll ich den Weihnachtsbaum besorgen?

Hier scheiden sich die Geister. Manche schwören darauf, dem Baum möglichst spät zu besorgen, sodass er noch möglichst frisch  ist. Allerdings werden nur in Einzelfällen kurz vor Weihnachten noch Bäume für den Verkauf geschlagen. Die meisten Bäume werden Ende November bis Anfang Dezember gefällt. Was die Haltberkeit betrifft, spielt das Kaufdatum also keine große Rolle. Es sei denn man geht auf Nummer Sicher und fällt seinen Baum selbst.

 

Wo bekomme ich einen schönen Weihnachtsbaum?

  1. Einkaufmärkte: Vor Supermärkten oder Baumärkten gibt es ab Ende November Weihnachtsbäume zu kaufen. Du kannst dort quasi im Vorbeigehen Deinen Baum mitnehmen. Allerdings sind die Stellflächen begrenzt und Du kannst die Bäume oft nicht mit entfalteten Zweigen begutachten. Ausserdem stammen viele der angebotenen Bäume z.B. aus Dänemark, haben einen langen Weg hinter sich und wurden entsprechend früh geschlagen – Nicht optimal was Frische und Nachhaltigkeit angeht.
  2. Baumschulen und Forstämter: In vielen Wäldern werden im Unterholz Nadelbäume gepflanzt, die später als Weihnachtsbäume angeboten werden. Förster bieten neben der Möglichkeit einen Baum selbst zu schlagen auch fachkundige Beratung. In Bezug auf Frische und Nachhaltigkeit ist das optimal. Allerdings braucht man entsprechend mehr Zeit für den Einkauf.
  3. Bauernhöfe: Auch hier kann man Bäume oft selbst schlagen oder vor Ort auf dem Hof kaufen. Kurze Transportwege und hohe Frische sind hier die Vorteile. Man muss jedoch ebenso mehr Zeit für den Kauf einplanen. Wie wäre es denn, daraus einen schönen Familienausflug zu machen. Gerade für Kinder ein schönes Erlebnis und am Abend sind sie garantiert müde von der frischen Luft und dem Erlebten. 😉
  4. Online: Sogar im Internet kannst Du Deinen Weihnachtsbaum bestellen, auf Wunsch sogar bereits geschmückt. Genau das Richtige für ganz Eilige. Der Baum wird per Post direkt ins Haus geliefert. Allerdings kann man sich sein Exemplar nicht persönlich aussuchen und muss sich überraschen lassen, ob der Weihnachtsbaum dann tatsächlich so aussieht wie auf den Bildern.

 

Woran erkenne ich ob ein Baum frisch ist?

Die Schnittstelle des Stammes sollte möglichst hell sein, die Nadeln schön grün und glänzend. Wenn Du einen Ast umfasst und Deine Hand zurückziehst, sollte ein intensiv harziger Duft zurückbleiben. Bäume, die bereits viele trockene Nadeln haben lässt Du besser stehen. Die besten Chancen auf einen wirklich frischen Baum hast Du natürlich wenn Du ihn selbst fällst bzw. ihn möglichst regional beziehst..

 

Welcher Baum fürs Fest?

  1. Rotfichte: der günstigste Weihnachtsbaum mit dunkelgrünen, leicht stechenden Nadeln. Nicht lange haltbar, verströmt aber einen wunderbaren Waldduft.
  2. Blaufichte: relativ günstig. Angenehmer Duft und blaugrüne Nadeln, die allerdings stark pieksen, bis zu drei Wochen haltbar.
  3. Nordmanntanne: der Deutschen liebster Weihnachtsbaum mit einem Marktanteil von ca. 70%; vergleichsweise teuer, tiefgrüne weiche Nadeln, die beim Schmücken nicht so pieksen, bis zu vier Wochen haltbar.
  4. Nobilistanne: Recht teuer, weiche, blau silbrig schimmernde Nadeln, intensiver Orangenduft, noch länger haltbar als die Nordmanntanne
  5. Kiefer: Preislich im Mittelfeld. Lange Nadeln und interessanter Wuchs. Verströmt einen angenehmen Duft und hält sich lange frisch.

 

Wie transportiere ich meinen Weihnachtsbaum Nachhause?

Du solltest Deinen Weihnachtsbaum möglichst im Auto transportieren, da der Fahrtwind ihm zusetzt und ihn stark austrocknen kann. Wenn Du ihn ausserhalb des Autos, z.B. auf dem Dach transportieren musst, achte darauf dass die Spitze nach hinten zeigt und der Baum möglichst gut eingepackt ist um dem Fahrtwind wenig Angriffsfläche zu bieten. Gute Ladungssicherung hat natürlich oberste Priorität.

Manche Anbieter liefern ihre Bäume in einem gewissen Umkreis auch aus. Ein toller Service, den man in Anspruch nehmen sollte.

 

Wie geht es Zuhause weiter?

Zuhause angekommen, solltest Du den Baum kühl, schattig und frostfrei lagern. Je nach Wetterverhältnissen eignet sich dazu eine kühle Garage oder der Keller besonders gut. Hier kann sich der Baum gut akklimatisieren. Solltest Du den Baum auf Terrasse oder Balkon zwischenlagern achte bitte darauf, dass er nicht in der Sonne liegt, da er sonst schnell austrocknet. So oder so ist es wichtig eine ein bis zwei Zentimeter dicke Scheibe vom Stamm abzusägen und den Baum in einen Eimer mit Wasser zu stellen.

Jetzt ist es an der Zeit ein schönes Plätzchen für den Weihnachtsbaum auszuwählen. Bei uns steht er, wie wohl bei den meisten Leuten im Wohnzimmer. Wichtig ist, dass er nicht zu nahe an der Heizung oder einem Ofen steht. Das trocknet ihn zu schnell aus.

Praktisch dagegen ist es, einen Platz in der Nähe einer Steckdose zu haben, wenn man den Baum mit elektrischen Baumkerzen schmücken will. So wird das Stromkabel nicht zur Stolperfalle. Nun solltest Du den Boden unterm Baum abdecken. Das kannst Du mit einer dekorativen Weihnachtsbaumdecke machen. So ist später der Boden vor Harz- und Wasserflecken geschützt. Ausserdem ist so eine Decke ein schöner Blickfang. Wenn Du gerne nähst, wäre das doch ein schönes Nähprojekt. 🙂

Einen Tag vor dem Schmücken darf nun der Baum ins Weihnachtszimmer. Das Netzt schneidest Du vorsichtig von unten nach oben auf, so dss sich keine Äste darin verfangen können und nimmst es ab. Allerdings erst nachdem der Baum im Ständer steht. Das Aufstellen geht bedeutend leichter und mit weniger pieksen, wenn das Baum noch im Netz verpackt ist. Vergewissere Dich, dass der Baum fest steht und nicht so leicht kippen kann. Kleine Kinder sollten von jetzt an nicht mehr unbeaufsichtigt ins Weihnachtszimmer kommen. Wenn Du dabei bist kanst Du sie notfalls bremsen, wenn sie den Baum zu genau untersuchen wollen.

Beim Kauf eines Baumständers ist es generell wichtig, dass Du auf das TÜV- und GS-Siegel achtest. Es gibt auf dem Markt drei verschiedene Arten von Baumständern:

  1. Klemmtechnik: Hier wird der Baum mit Klemmbacken, Fußhebel und einer Kurbel fest gehalten.
  2. Schraubentechnik: Bei diesem traditionellen Ständer werden drei bis vier Flügelschrauben in den Stamm gedreht.
  3. Seilzug inkl. Wassertank: Ein Drahtseil mit Klemmen fixiert den Baum. Eingestellt wird der Ständer per Fußhebel. Das macht ihn leicht zu bedienen. Der integrierte Wassertank macht es leicht den Weihnachtsbaum mit der benötigten Flüssigkeit zu versorgen.

 

Wie Pflege ich meinen Weihnachtsbaum?

Neben einem nicht zu warmen Standplatz ohne Zugluft ist eine konstante Wasserversorgung wichtig, damit Dein Baum lange frisch bleibt. Du kannst in Dir wie eine große Schnittblume vorstellen. Darum kannst Du dem Wasser auch etwas Schnittblumenfrischhaltemittel oder alternativ 1 EL Zucker hinzufügen. Ein großer Baum braucht bis zu einem Liter Wasser alle zwei Tage.

Wichtig ist ausserdem beim Aufstellen nicht die Rinde im unteren Bereich abzuschälen, etwa damit der Baum in einen ansonsten zu kleinen Baumständer passt. Die Rinde spielt nämlich die größte Rolle bei der Wasseraufnahme.

Regelmäßiges Lüften und das Besprühen der Nadeln mit einem Wasserzerstäuber trägt dazu bei, dass der Baum noch länger frisch bleibt.

Dass einzelne Nadeln abfallen, lässt sich auch mit der besten Pflege nicht verhindern. Wichtig ist es diese am besten täglich aufzukehren oder zu saugen. So können sie auch keine Gefahr für Kleinkinder oder Haustiere darstellen.

 

Was gibt es beim Schmücken zu beachten?

Generell gilt beim Schmücken natürlich Dein persönlicher Geschmack und Stil. Ein paar grundlegende Dinge gilt es jedoch zu beachten.

Idealerweise startest Du das Schmücken Deines Baumes mit den Kerzen (elektrisch oder echt). Toll sind batteriebetriebene Kerzen, die mit Fernbedienung schaltbar sind. Da gibt Dir kein zu kurzes Kabel Grenzen vor.  Nun kommen Girlanden und große Elemente dran. Weiter gehts mit kleinerem Schmuck und den Abschluss macht die Baumspitze. Wenn Du kleine Kinder oder Haustiere hast, macht es Sinn, zerbrechliche Teile weiter nach oben zu hängen und die unteren Plätze für robusteren Schmuck zu reservieren.

Übrigens bekommt man Baumharz ganz leicht mit Baby- oder Speiseöl von den Händen.

 

Das Fest ist vorbei – wohin mit dem Baum?

Nach den Feiertagen, die Dein Baum dank guter Pflege hoffentlich ohne allzu goßen Verlust an Nadeln überstanden hat, steht das Abschmücken und Entsorgen des Baums auf dem Programm. In manchen Orten werden Weihnachtsbäume gesammelt um damit einen großen Haufen für das bevorstehende Funkenfeuer aufzuschichten. Gibt es so etwas bei Dir nicht, kannst Du den Baum auch wie ganz normalen Gartenabfall entsorgen.

Alternativ kannst Du ihn auch bis ins Frühjahr draussen liegen lassen und dann klein häckseln und als Mulch für Deine Gartenbeete verwenden. Oder Du sägst ihn klein und verheizt ihn nach dem Trocknen im Kachelofen. Dann sorgt er noch für eine warme Stube. 😉

 

Hast Du Deinen Weihnachstbaum schon besorgt? Welche Tipps und Tricks hast Du, die Du mit uns teilen möchtest?

Vorweihnachtliche Grüße,

Nicole

 

 

  • Kora sagt:

    Wir haben seit Jahren einen (wunderschönen!) künstlichen Baum und holen uns dieses Jahr mal einen echten Weihnachtsbaum ins Haus.

    Einfach mal zu Abwechslung und weil wir dieses Jahr unseren Baum mit Strohsternen und Süssigkeiten schmücken. Wir finden, das passt dann einfach besser zu einem echten Baum.
    Ich hoffe, wir finden einen schönen Baum und nicht nur Krüppelfichten.

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