Wie Gerümpel Dir schadet – 12 Gründe warum Du unbedingt ausmisten solltest

Entrümpeln

aufräumen

Dein Zuhause ist ein Spiegel Deiner Seele und der aller Menschen, die mit Dir zusammen leben. Dein Haus ist ein Abbild dessen, was in Dir vorgeht. Dein äußeres Umfeld hat einen großen Einfluss auf Dein Inneres. Gerümpel schadet dir, denn nur dann, wenn Du Dich im Außen wohlfühlst können auch in Deinem Inneren Ordnung und Harmonie entstehen.

Solange in Deinem äußeren Umfeld Chaos herrscht, wird es auch in Deinem Inneren in gewisser Form chaotisch bleiben. Außen Chaot – innen Chaot.

Wenn Du dagegen Dein Gerümpel im Außen entfernst, kannst Du auch Platz schaffen in Deinem Inneren für das, was Dir wichtig ist und Dir klarer werden über Deine Prioritäten. Durch die Veränderung Deines Zuhauses kannst Du Dein Leben verändern. Darum solltest du unbedingt entrümpeln.

Stell Dir vor, Du bist mit allen Gegenständen in Deinem Haus mit einem roten Faden verbunden. Wie sehen Deine Verbindungen aus? Hast Du den Überblick und weißt was am jeweils anderen Ende hängt? Oder gleichen Deine Verbindungen eher einem Teller Spaghetti, sind hoffnungslos verheddert und führen ins Unbekannte?

 

Was genau ist eigentlich Gerümpel?

Gerümpel kann verschiedene Formen haben. Gerümpel kann sein:

– Dinge, die Du weder benutzt noch gerne magst.
– Dinge die kaputt oder sonst funktionsunfähig sind.
– Dinge, die unordentlich oder schlecht organisiert sind, die z.B. keinen festen Platz haben oder nicht besonders praktisch untergebracht sind.
– Zu viele Dinge auf zu wenig Raum. Dinge, die Du einfach nicht in dem dafür vorgesehenen Platz unterbekommst.
– Alles Unfertige, das darauf wartest, dass Du es zu Ende bringst.

 

Welche Auswirkungen hat Gerümpel?

Die Auswirkungen, die Dein Gerümpel auf Dich hat, sind enorm. Je nachdem wie viele Dinge Du hortest kann Dein Gerümpel sich auf nahezu jeden Lebensbereich negativ auswirken und sorgt dafür, dass Du Dir insgesamt schwerer tust im Leben.

1. Gerümpel zu horten, kann Dich müde und antriebslos machen. Du stehst oft neben Dir und kannst Dich zu nichts mehr aufraffen. Anstatt Ordnung zu schaffen schaltest Du lieber den Fernseher an oder lenkst Dich anderweitig ab. Du weißt eh nicht, wo Du anfangen sollst und außerdem ist das alles grade zu schwierig und anstrengend. Ringe Dich trotzdem durch! Es lohnt sich. Ausmisten setzt ungeahnte Energien frei und bringt Vitalität zurück in Dein Leben.

2. Gerümpel zwingt Dich dazu, Dich mehr mit der Vergangenheit zu beschäftigen als mit der Gegenwart oder Zukunft. Je mehr Gerümpel Du um Dich herum ansammelst, desto weniger Platz für Neues ist in Deinem Leben. Dein Haus gleicht einem Museum vergangener Zeiten in Deinem Leben.
Deine Gedanken neigen dazu in der Vergangenheit zu verharren. Du blickst zurück statt nach vorn und tendierst dazu der Vergangenheit die Schuld an der gegenwärtigen Situation zu geben. Im Loslassen von Gegenständen, die nichts mehr mit Deinem aktuellen Leben zu tun haben, übst Du das Loslassen der Vergangenheit – für ein besseres Morgen.

3. Gerümpel kann dick machen. Es verstopft nicht nur Dein Haus sondern trägt dazu bei, dass auch die Energie in Deinem Körper stagniert. Das kann sich in allerlei Krankheiten und Wehwehchen niederschlagen. Und auch im Körpergewicht. Ausmisten kann für Dich den ersten Schritt zu Deinem Wohlfühlgewicht bedeuten.

4. Gerümpel macht Dich planlos und verwirrt. Wenn Du von Gerümpel umgeben bist, fällt es Dir sehr schwer Ordnung und Struktur in Deinen Alltag zu bekommen. Du erkennst nicht, welchen Weg Du gehen willst, was Du mit Deinem Leben anstellen möchtest.
Entrümpeln hilft Dir, wieder klarer zu denken und leichter Entscheidungen zu treffen. So kannst Du besser erkennen, welche Art von Leben Du leben möchtest.

5. Gerümpel führt zu Aufschieberitis. Es sorgt dafür, dass Du immer wieder Dinge auf die lange Bank schiebst anstatt Dich aufzuraffen und sie möglichst gleich zu erledigen. Ausmisten gibt Dir die Energie zurück, die Dir fehlt die Dinge gleich anzupacken.

6. Gerümpel gefährdet Deinen Familienfrieden. Allzu oft ist das Gerümpel anderer im Haushalt Anlass für Streitigkeiten. Je mehr Gerümpel im Haus ist, desto mehr Auseinandersetzungen gibt es darum. Es fällt einem dabei stets leichter das Gerümpel der anderen zu sehen, als das eigene.
Entrümpeln kann also auch eine gemeinsame Aktion für mehr Familienfrieden sein.

7. Gerümpel macht Dich einsam, wenn es dazu führt, dass Du Dich schämst andere einzuladen. Du möchtest vielleicht nicht, dass andere sehen, wie Du wohnst. Zumindest nicht bevor Du stundenlang aufgeräumt hast, wenn Du Gäste erwartest. Du wirst nervös oder gerätst regelrecht in Panik, wenn unangemeldet Besuch vor der Tür steht. Ausmisten kann Dir helfen wieder offener zu werden und öfter Besuch zu Dir nach Hause einzuladen.

8. Gerümpel kann Dich langweilig machen. Gehortete Dinge lassen die Atmosphäre Deines Hauses dumpf erscheinen. Sie hindern Dich daran, Dein Leben voll auszukosten. Du fühlst Dich wie das Gewohnheitstier im Hamsterrad, weil Dir für alles andere die Energie fehlt. Entrümpeln schafft frischen Wind und neue Begeisterung.

9. Gerümpel macht das Putzen schwer. Es dauert mindestens doppelt so lange eine vollgestellte Wohnung sauber zu halten. Nicht nur Räume, auch Gegenstände wollen abgestaubt und geputzt werden. Oder zumindest beim Putzen von der einen zur anderen Seite gerückt werden. Weil es so schwierig ist, wirst Du mehr und mehr frustriert und wenig motiviert für Sauberkeit in Deinen vier Wänden zu sorgen. Das Loslassen von allem Überflüssigen wird Dir helfen in Zukunft die Hausarbeit schneller und leichter zu erledigen.

10. Gerümpel macht Dich desorganisiert. Es führt dazu, dass Du Dinge verlegst und viel Zeit mit Suchen verschwendest. Im Schlimmsten Fall kostet es Dich auch noch Geld, weil Du etwas Neues kaufen musst, wenn Du das Alte beim besten Willen nicht wiederfindest. Ausmisten hilft Dir, nicht weiter Zeit und Geld zu vergeuden.

11. Gerümpel belastet dich sogar unterwegs und auf Reisen. Wenn Du Gerümpel hortest, neigst Du vielleicht auch dazu, zur Sicherheit, viel zu viel Gepäck mit in den Urlaub oder auf Ausflüge zu nehmen. Eventuell musst Du sogar für Übergepäck bezahlen. In jedem Fall belastest Du Dich unterwegs unnötig und machst das Reisen damit sehr anstrengend. Dasselbe gilt fürs Heimschleppen jeder Menge Souvenirs, die dann zu Hause wieder die Regale zum Überquellen bringen. Entrümpeln kann Dir helfen, auch unterwegs das richtige Maß zu finden.

12. Gerümpel versperrt Dir den Blick auf das Wesentliche. All Dein Besitz verlangt Deine Aufmerksamkeit. Je mehr Dinge Du besitzt, desto mehr Energie musst Du in sie investieren. Du schaffst Dir eine ewige Betriebsamkeit, die keinen Leerlauf zulässt, keine Fragen aufkommen lässt nach dem, was wirklich zählt. Ausmisten schafft Dir neue Freiheit Dich Wichtigerem zuzuwenden. Und überhaupt erst zu erkennen, was es ist, das dir wichtig ist.

Die wichtigste Frage, die Du Dir beim Blick auf Deine Dinge stellen solltest ist nicht in erster Linie „Wie organisiere ich das?“ sondern „Warum besitze ich das eigentlich? Hat es noch eine Berechtigung in meinem Leben zu sein?“.
Ich möchte Dich einladen, die Dinge in Deinem Zuhause einmal mit kritischem Blick zu betrachten. Und das, was Du nicht mehr brauchst, was nicht mehr zu Dir passt, weiterziehen zu lassen. Und Dir selbst damit ungeahnte Möglichkeiten zu eröffnen. Mit jedem Gegenstand, den Du loslässt schaffst Du Platz für Neues in deinem Leben!
Welche Erfahrungen hast Du mit Gerümpel gemacht? Bist Du bereits ein Meister im Entrümpeln, oder tust Du Dir noch schwer damit? Wo liegen Deine Knackpunkte? Erzähle uns davon in den Kommentaren!

 

Liebe Grüße,

Nicole

  • Bettina sagt:

    Den vorausgegangenen Artikel kann ich nur voll und ganz unterschreiben.

    „Eigentlich“ bin ich ein sehr ordentlicher und organisierter Mensch. Aber in den Jahren meiner (unglücklichen und sehr einsamen) Ehe ist es mir zunehmend schwerer gefallen, unser Haus in Ordnung zu halten. Vor allem das Schlafzimmer war davon betroffen.
    Ich konnte mir nicht erklären, wieso ich das nicht hinbekomme…..

    Es gingen insgesamt 20 Jahre ins Land, bis ich mich dazu durchgerungen habe, mich von meinem Mann zu trennen.
    Danach habe ich mit meinen Kindern zuerst auf gerade mal halb zu vielen Quadratmetern gelebt und seit einiger Zeit – weil beide inzwischen erwachsen sind und ihre eigenen Wohnungen haben – lebe ich allein in einer nochmal um einiges kleineren Wohnung.

    Ich bin wieder organisiert, es ist aufgeräumt und vor allem gemütlich bei mir und ich habe auch keinerlei Probleme, diesen Zustand zu erhalten. Ich bin nur noch umgeben von Dingen, die ich entweder brauche oder uneingeschränkt schön finde.
    Und man kann mich jederzeit besuchen kommen…..:-)

    Mit meiner Geschichte will ich natürlich NICHT sagen, dass man sich nur vom (vielleicht unordentlichen) Partner trennen muss, um das alles wieder in den Griff zu bekommen!
    Aber das Prinzip „innen Chaos -außen Chaos“ kann einem schon recht früh zeigen, dass etwas im argen liegt.
    Ich hab Jahrzehnte gebraucht, um den Zusammenhang zu verstehen.

  • Viola Geist sagt:

    Nachdem ich das gelesen habe finde ich mich in allen Punkten wieder. Aber ich habe das noch nie so gesehen,
    das es da so einen Zusammenhang gibt , ich glaube ich habe jetzt einiges zutun.

  • Sibylla sagt:

    Liebe Nicole,

    es ist so wahr und doch will man es selber nicht glauben, bis man es schwarz auf weiß gelesen hat. Vielen Dank für das Aufrütteln und Anstoßen. Lese erst seit kurzem den Blog und bin begeistert, wie sehr er mich bereits verändert und motiviert hat, mein Leben/Gerümpel in den Griff zu bekommen.
    Liebe Grüße

    • nicole sagt:

      Ich freue mich sehr, wenn ich Dich inspirieren und motivieren konnte. Das ist die schönste Belohnung für meine Arbeit! 🙂

      Liebe Grüße,
      Nicole

  • […] Du möchtest noch mehr Infos, warum entrümpeln Dir gut tun wird? Dann schau Dir doch mal diesen Beitrag an: Wie Gerümpel Dir schadet – 12 Gründe, warum Du ungedingt ausmisten solltest […]

  • Stephie sagt:

    Ich habe mich in vielen wiedererkannt das war zum einen erschreckend , aber auch ein aha ! Und ich bin schon angefangen Aus zu sortieren denn ich fand es beklemmend und empfinde es nich denn es kam ins Stocken und ich fühle mich manchmal ausgebremst und matt . Aber nun finde ich wieder Kraft weiter zu machen denn ich habe ein Ziel was ich nicht aus den Augen verlieren will !!

    • Nicole sagt:

      Wunderbar, liebe Stephie! Bleib dran, dann wird das schon!
      Alles Liebe,
      Nicole

      • Silke sagt:

        Ich finde mich in vielen Punkten wieder! Vor allem in dem das man wie gelähmt ist und lieber ein Buch liest oder TV schaut weil man nicht weiß wo man anfangen soll! Am liebsten wäre mir oft es wäre alles einfach weg und ich könnte ganz clean von vorne beginnen

        Aber ich denke wirklich das es mit Aufräumen nicht getan ist! Das Gerümpel muss raus!
        Morgen geht es los!

        GLG Silke

  • Jo-Jo sagt:

    Hallo Nicole,
    Du schreibst über Gerümpel genau das, was ich auch oft so empfinde. Doch schaffe ich es seit Jahren nicht, die Menge zu verringern. Immer wieder fange ich an, doch sehr schnell verzettel ich mich wieder und stehe dann schnell wieder vor dem Super-Chaos.
    Ich weiß, es gibt nicht DAS Konzept. Doch wie komme ich gegen den inneren Schweinehund, meine Blockade, eben das Chaos in mir und um mich herum an?

    Herzliche Grüße an alle Leser/innen
    Jo.Jo

    • Nicole sagt:

      Hallo Jo.Jo,

      die Motovation zu finden und dran zu bleiben ist meist die größte Herausforderung beim Ausmisten.
      Am besten beginnst du in einem Bereich, der mit wenig Emotionen behaftet ist, wie z.B. im Badezimmer. Wenn das komplett erledigt ist, arbeitest du dich weiter vor und nutzt den Schwung, der dabei entsteht um dich bei der Stange zu halten. Erinnerungsstücke hebst du dir lieber für den Schluss auf.

      Alles Liebe,
      Nicole

  • Caro sagt:

    Toller Artikel und es ist einfach so wahr.
    Habe mich die letzten zwei Wochen mit entrümpeln beschäftigt und bin gestern fertig geworden.
    Viele Dinge die älter als 15-20 Jahren waren sind nun weg und alles was nicht mehr benötigt wird, ebenso.

    Ich kann nur sagen, dass eine Menge Energie frei wird und jeder Tag an dem mehr raus ist, umso mehr Energie habe ich selbst bekommen.
    Ich schlafe sogar nicht mehr lange und bin topfit und viel motivierter.
    Es fühlt sich insgesamt so an, als würde viel mehr Energie in der Wohnung fließen.

    Letztes Jahr hatte ich schon einmal entrümpelt allerdings noch nicht so radikal. Da war mir die Energie der Gegenstände noch nicht bewusst.
    Es lohnt sich auf alle Fälle und hilft mehr endlich loszulassen.

    • Nicole sagt:

      Liebe Caro,

      das klingt phantastisch! Ich freue mich sehr, dass du so tolle Fortschritte gemacht hast und es dir nun so gut geht damit, die Dinge loszulassen.

      Liebe Grüße,
      Nicole

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