Sarah Depold von „Mamas Kind“

Interviewreihe

Sarah Depold von "Mamas Kind"

Sarah Depold ist 29 Jahre alt, kommt aus Berlin und ist seit 2010 Mama-Bloggerin als auch SEO-Manager.

Sie ist verheiratet, hat zwei Söhne (2 & 6 Jahre) und ist schwanger mit dem dritten Kind (4/2017)

​Sarah berichtet auf ihrem Blog Mamas Kind mehrmals pro Woche über ihr Leben mit ihrem Mann, zwei Kindern und drei Katzen in Berlin Wilmersdorf.

Liebe Sarah, zuerst einmal vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview genommen hast!

Was bedeutet ein einfach gutes Leben für Dich?

"Am liebsten würde ich stressfrei durch den Alltag gehen. Arbeiten, Kinder von Kita und Schule abholen, den Haushalt nebenbei machen und mich mit den Kindern beschäftigen. Dabei möchte ich den Haushalt auf ein Minimum beschränken, damit ich Zeit für die schönen Dinge habe. Das geht nur, wenn man Ordnung hält, was mit Kindern nicht immer leicht ist. Daher haben wir sehr viel Spielzeug, Bücher und Haushaltsgeräte aussortiert."


Gibt es ein Vorbild an dem Du Dich orientierst?

"Sehr geholfen hat mir Marie Kondo mit ihrem Buch Magic Cleaning. Man soll alle Dinge herausnehmen, die man besitzt, und nur jene behalten, die glücklich machen. So trennte ich mich tatsächlich von einigen Umzugskisten voll mit Dingen, die ich jahrelang nicht benutzt habe."


Wie erleichterst Du Dir den Alltag?

"Mit Kindern kann es turbulent werden. Am stressigsten finde ich unseren Morgen: Kinder wecken, zum Anziehen & Zähneputzen animieren und sie dann noch zum Frühstücken bringen. Wir legen am Vorabend alle Kleidungsstücke ins Bad, damit keine Diskussion entsteht. Auch sprechen wir genau ab, was an dem Tag geplant ist. So können sich meine Kinder darauf einstellen. Ein geregelter Tagesablauf ist auch wichtig, das merke ich immer wieder. Unverhoffte Ereignisse können sie ganz schön überfordern."


Welche Fehler hast Du bisher auf Deinem Weg zu einem einfach guten Leben gemacht und was hast Du daraus gelernt?

"Ehrlich gesagt habe ich beim Spielzeug ausmisten schon manches Ding weggegeben, das mein großer Sohn im Anschluss suchte. Dabei handelt es sich bspw. um Spielzeug aus Zeitschriften, die mein Sohn so gerne sammelt. Daher beziehe ich einen Großen Sohn nun vielmehr ein und frage: Was kann weg? Das Geld verkaufter Spielsachen landet auf seinem Konto. Für uns alle eine gute Lösung."


Welche gute Gewohnheit hat Deinen Alltag am meisten positiv verändert?

"Ausmisten! Dadurch, dass wir Erwachsenen keine Bücher mehr haben - wir lesen viel, allerdings auf dem Kindle - steht weniger rum was einstauben kann. Natürlich sieht es bei uns immer noch nach Wohnung aus. Wir wohnen hier, Spielzeug liegt neben dem Bastelzeug und den Wäscheständern. Doch das Reduzieren hat gefühlt mehr Lebensqualität gebracht. Wer das macht, weiß vermutlich was ich meine. Ausmisten entlastet."


Deine drei wichtigsten Tipps für ein einfach gutes Leben?

"Ich kann mich nur wiederholen: ungebrauchte Sachen weggeben / spenden / verkaufen. Sich aktiv Zeit für die Familie nehmen. Das macht glücklich. Und das Smartphone und den Laptop mal links liegen lassen: Internet-Entschleunigung."


Gibt es Bereiche, an denen Du selbst noch arbeitest?

"Ich würde sehr gerne noch viel mehr Ordnung in unsere Wohnung bringen. Mein Ziel ist es, dass am Abend wirklich alle Dinge an den Orten liegen, zu denen sie gehören. Doch diese Orte müssen wir in der neuen Wohnung erst noch finden. Das klappt mit den Kindern im Moment noch gar nicht. Und vielleicht sollten auch wir ein wenig mehr darauf achten, dass wir unsere verwendeten Dinge wieder weglegen."


Welche Themen erwarten uns in den nächsten Wochen und Monaten auf Deinem Blog?

"Da ich mit meinem dritten Kind schwanger bin, werde ich das Thema Schwangerschaft vermehrt aufnehmen. Da merkt man auch den Widerspruch zu meinem geliebten Minimalismus: es müssen wieder einige Sachen angeschafft werden, weil wir keine Babysachen mehr haben. Doch das ist ok. Es handelt sich um Dinge, die mir gut tun: Mädchensachen shoppen. <3 Ob ich das auch mit dem Minimalismus verknüpfen kann? Wir werden sehen."


Liebe Sarah, vielen herzlichen Dank, dass Du Teil dieser Interviewreihe bist!