Gastbeitrag: Familienleben ohne Plastik

Ordnung

Familienleben ohne Plastik

Das Thema Plastik beschäftigt uns in der Familie bereits seit geraumer Zeit. Es ist erschreckend, wie viel Plastikmüll wir produzieren, wenn wir gedankenlos einkaufen.

Außerdem mache ich mir Gedanken darum, welche schädlichen Stoffe wir durch den ständigen Kontakt mit Plastik aufnehmen und wie sich diese auf unsere Gesundheit auswirken.

Darum freue ich mich umso mehr, dass ich dir heute Christoph von CareElite vorstellen darf. Er ist Experte für das Thema plastikfrei leben und hat 10 Tipps für dich und mich, wie wir unseren Familienalltag vom Plastik befreien können.

Familienleben ohne Plastik

Die enthaltenen Weichmacher in Plastikartikeln wirken wie Hormone und können ganz besonders die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen. Plastik ist aber nicht nur ein massives Problem für unsere Gesundheit, sondern auch für unsere Umwelt. Denn längst nicht alle Plastikerzeugnisse werden recycelt. Stattdessen landen sie in der Umwelt und werden zur Gefahr für Natur und Umwelt.

Es ist möglich, Plastik komplett aus dem Familienleben verschwinden zu lassen und wieder mehr auf die Kräfte der Natur zu setzen. Heute möchte ich dir 10 Tipps und Tricks geben, mit denen deine Familie ideal in den plastikfreien Alltag starten kann.

1. Nutzt organisches Holzspielzeug: Da unsere Kids Spielzeug gerne in den Mund nehmen, sollte das Spielzeug auf keinen Fall aus Plastik sein. Die enthaltenen Weichmacher gehen in den Organismus über und beeinflussen die Entwicklung entscheidend. Besorge daher Holzspielzeug für deine Kinder. Es gibt einige Online-Shops, die sich auf organisches Spielzeug spezialisiert haben.

2. Verwendet Stückseife anstelle eines Plastikspenders: Seife aus dem Plastik-Seifenspender hat doch wenig Stil oder? Besorge dir Stückseife und einen Untersetzer aus Bambus-Holz und wähle die umweltfreundliche Variante. Auch Haarshampoo und Duschgel gibt es am Stück ohne Plastik. Stück für Stück, plastikfrei. 🙂

3. Steigt um auf Holzzahnbürsten: Holzzahnbürsten sind voll im Trend. Ich stelle selbst Holzzahnbürsten her, die komplett ohne Plastik auskommen. Diese gibt es im 4er-Set für die ganze Familie. Bambus-Holz und Naturborsten aus Kohle sind die ideale plastikfreie Alternative für Plastik-Zahnbürsten.

4. Tauscht Plastikbrotdosen gegen Brotdosen aus Edelstahl: Das Pausenbrot solltest du deinen Kids in Zukunft in einer Edelstahl-Brotdose mitgeben. Denn das Essen sollte nicht mit Plastik in Kontakt kommen. Auch für die Mittagspause bei der Arbeit kannst du die Edelstahldosen super nutzen.

5. Kauft in Unverpackt-Läden ein: Unverpackt Läden wachsen wie Pilze aus dem Boden. Sicher ist auch bei dir in der Stadt schon ein Einkaufsladen ohne Plastik. Hier kannst du mit deinen Schraubgläsern und Beuteln Lebensmittel und andere Dinge einkaufen, die absolut kein Plastik enthalten und nicht in Plastik verpackt sind. Gesunde Ware ohne Plastikkontakt!

6. Funktioniert Schraubgläser zur Aufbewahrung um: Zur Aufbewahrung kommen wir auch stilvoll um Plastikerzeugnisse herum. Plastiktüten oder Plastikboxen gehören der Vergangenheit an, wenn du einfach auf Schraubgläser umsteigst. Nudeln, Kräuter, Müsli und viele weitere Dinge aus der Küche können wunderbar in den großen Schraubgläsern aufbewahrt werden.

7. Trinkt Wasser aus dem Wasserhahn: Wir haben in Deutschland das Glück, trinkbares Wasser aus dem Hahn zu bekommen. Dennoch rennen wir regelmäßig in den Supermarkt und hieven die schweren Sechserträger Wasser in Plastikflaschen nach Hause. Ist das nötig? Ich denke nicht. Steige deshalb von Plastikflaschen auf Edelstahltrinkflaschen oder Flaschen aus Glas um. So können keine Mikroplastikartikel ins Wasser gelangen und das Wasser ist gesund und rein!

8. Nehmt einen Stoffbeutel mit zum Einkaufen: Für mich die absolute Grundlage des plastikfreien Lebens. Denn wer einen Stoffbeutel zum Einkaufen mitnimmt, kann schon grundsätzlich auf Plastiktüten verzichten. Selbst der Plastikkorb im Supermarkt wird überflüssig. Kleiner Tipp: Brot ohne Tüte zu kaufen ist unhygienisch. Nehme dir einfach eine eigene Papiertüte mit und verwende sie regelmäßig, wenn du Brot einkaufen möchtest.

9. Kauft Milch & Joghurt in Gläsern ein: Auch Milch & Joghurt gibt es nicht nur in Plastikbehältern oder Tüten. In jedem Supermarkt bekommst du sie nämlich auch in Gläsern. Ideal, um den Plastikmüll deiner Familie zu reduzieren. Denn die Gebühren für die Müllentsorgung sind nebenbei bemerkt, auch ziemlich hoch!

10. Gemüse & Obst ohne Plastik einkaufen: Selbst im Bio-Supermarkt sind Obst & Gemüse häufig noch in Plastik verpackt. Ein Widerspruch in sich. Dennoch kann man die meisten Obst- und Gemüsesorten auch plastikfrei einkaufen. Einfach in den mitgebrachten Beutel legen und auf die Plastiktüte verzichten. Wiegen kann man Obst & Gemüse auch ohne Plastiktüte.

Wie du sicherlich merkst: Für jedes Plastikerzeugnis findet sich heute eine plastikfreie Alternative. Das Leben ohne Plastik ist einfacher, als du vielleicht glaubst.

Damit du und deine Familie auch in Zukunft weniger Plastikmüll produziert, solltet ihr anderen von eurem umweltfreundlichen Experiment erzählen und jeden Einkauf hinterfragen: Ist es wirklich notwendig, dass ich die Tomaten in einer Plastiktüte einkaufe?

Wer ohne viel Plastikmüll auskommen möchte, sollte auch ganz bewusst Dinge wiederverwenden. Das spart Geld und produziert weniger Abfall. Das Leben ohne Plastik ist weitaus mehr als ein Trend, es ist ein zeitgemäßer Lebensstil.

Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

Euer Christoph


Über den Autor: Christoph Schulz lebt das plastikfreie Leben vor. Auf seinem Plastikfrei Blog (Link: www.careelite.de) gibt er weitere Tipps zum Leben ohne Plastik und organisiert weltweit Hilfsaktionen zur Beseitigung von Plastikmüll. Seine Reisen und Aktionen finanziert er mit plastikfreien Produkten, die er über seinen plastikfreien Shop vertreibt. Alles für ein natürliches und plastikfreies Leben.

Vielen Dank, Christoph für deine wertvollen Tipps und Anregungen!

Wie geht ihr zuhause mit dem Thema Plastik um? Habt ihr Tipps, die sich im Familienalltag bewährt haben?